G
Eine alte Luftaufnahme aus vergangenen Zeiten zeigt das Autohaus Köhnke in Meckelfeld kurz nach der Eröffnung. Foto: Gemeindearchiv Seevetal

15.03.2019

 

Ende nach 49 Jahren: Autohaus Köhnke in Meckelfeld schließt

 

Nach 49-Jahren ist Schluss: Früher gab es wenig alternativen und wohl auch keine andere im Ort. Wenn es um einen Neuwagen oder eine Fahrzeugreparatur ging war das Autohaus Köhnke in Meckelfeld bei vielen die erste Anlaufstelle. Seit der Eröffnung im Jahr 1970 hat sich fast alles grundlegend verändert. Besonders das Kundenverhalten. Früher konnte man keine Preise im Internet vergleichen oder online Autos bestellen oder sogar die Ausstattung für das zukünftige Auto konfigurieren. Man nahm was der Markt hergab. Heutzutage ist das Internet für viele Händler Fluch- und Segen zu gleich. Beim Autohaus Köhnke zieht man jetzt den Schlussstrich. Nach 49-Jahren schließt Autohändler und Inhaber Björn Köhnke sein Autohaus- und die Werkstatt. Der Automobilfachmann hat sein „Handwerk“ von Anfang an gelernt. Das Autohaus in der Glüsinger Straße war früher seine Kinderstube. Sein heutiges Büro vor vielen Jahren einmal sein Kinderzimmer.

 

Bereits 1932 fing die Familie in der Autobranche an. Jahre später übernahm Björn Köhnke das Autohaus von seinem Vater. Durch die starke wirtschaftliche Veränderung von Kundenverhalten, Konkurrenz und nicht zuletzt auch die Dieselaffäre beim Automobilbauer Volkswagen haben den Unternehmer dazu gebracht das Autohaus zu schließen. Was nach der Schließung mit dem Autohaus passiert ließ Köhnke im Gespräch offen. Sowohl ein Abriss als auch der Erhalt des Gebäudes sind noch offen. Interessenten für die Fläche gibt es viele. „Ich selber würde mir wieder ein Autohaus wünschen aber auch eine andere Nutzung mit einem Mehrwert für Meckelfeld könnte ich mir durchaus vorstellen“, so Björn Köhnke. Er selbst bedankt sich bei seinen Kunden für die fast 50-jährige Treue und wünscht diesen auch weiterhin alles Gute und eine unfallfreie Fahrt!