In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Anrufen von falschen Polizeibeamten. Foto: Symbolbild
In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Anrufen von falschen Polizeibeamten. Foto: Symbolbild

05.02.2019

 

Falsche Polizeibeamte: 77-Jährige wurde Opfer von Trickdieben

 

Seevetal: Seit Jahren die gleiche Masche! Ältere Mitbürger, häufig alleinstehend, werden durch Betrüger angerufen und mit einem Vorwand um ihr erspartes gebracht. Dabei wird ihnen vorgegaukelt, die Polizei sei am Telefon. Häufig wird der Eindruck dadurch verstärkt, dass bei den Angerufenen die Nummer "110" im Display erscheint. Oftmals wird den angerufenen vermittelt, dass man gegen Einbrecher ermittelt wird und dabei ein Zettel mit Namen und Anschrift des Betroffenen gefunden wurde. Rhetorisch geschickt fragen die Betrüger ihre Opfer nach Barvermögen und Wertgegenständen aus, um anschließend eine sichere Verwahrung bei der Polizei in die Wege zu leiten. Eine Übergabe an einen "Polizisten" wird vereinbart. Häufig werden die Opfer bis zum Schluss durch ständige Anrufe und erneute Nachfragen derart abgelenkt, dass sie gar nicht dazu kommen, mit anderen Personen darüber zu sprechen. Erst nach der Übergabe beschleicht manche Opfer ein mulmiges Gefühl und sie nehmen Kontakt zu Angehörigen oder der richtigen Polizei auf.

 

Auf dieses Art und weise waren Betrüger gerade am Wochenende wieder einmal erfolgreich. Eine 77-Jährige Seevetalerin wurde am Sonntag, gegen 18.10 Uhr von falschen Polizeibeamten kontaktiert. Die Seniorin suchte ihren Schmuck im Gesamtwert von rund 8.000 Euro zusammen und übergab ihn gegen 22 Uhr den vermeintlichen Beamten. Bis zur tatsächlichen Übergabe meldeten sich die Täter neunmal bei der Frau. Dabei gaben sich die Polizeibeamten als das Beamtenduo „Petersen“ und „Reich“ aus.

 

Nach dem Vorfall klärt die richtige Polizei jetzt erneut über ihre falschen „Kollegen“ auf und gibt Tipps:

 

 

  1. Die Polizei wird niemals Geld oder Wertsachen in Verwahrung nehmen und sie auch nicht telefonisch danach ausfragen.

  2. Die Polizei ruft nicht mit der Nummer "110" an. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.

  3. Rufen Sie im Zweifelsfall die örtliche Dienststelle oder die Notrufnummer "110" an, um sich den Einsatz bestätigen zu lassen.

  4. Wählen sie aber die Nummer selbst und nutzen nicht die Rückruffunktion. Dadurch könnten sie erneut bei den Betrügern landen.

  5. Sprechen Sie mit älteren Angehörigen und Nachbarn über dieses Phänomen.