Seit Jahren ist die Decatur-Brücke eines der größten Themen in der Seevetaler Politik. Foto: Hamann
Seit Jahren ist die Decatur-Brücke eines der größten Themen in der Seevetaler Politik. Foto: Hamann

20.09.2018

 

Neue Hoffnung: Brückenexperte gibt der Decatur-Brücke noch eine Chance

 

Seevetal/Hittfeld: Diese Nachricht sorgt für neue Hoffnung bei allen betroffenen. Die Decatur Brücke hat noch eine Chance! Dies war die Kernbotschaft des Vortrages von Prof. Dr.-Ing. Reinhard Maurer am Dienstagabend in der Sitzung des Verwaltungsausschusses der Gemeinde Seevetal. Der Dortmunder Brückenexperte teilte den Ausschussmitgliedern ein Zwischenergebnis seiner Prüfung mit. Demnach bestehe über eine wissenschaftliche Betrachtung nach der so genannten Stufe 4 der Brücken-Nachrechnungsrichtlinie eine Chance, die DecaturBrücke mittelfristig wieder nutzen zu können. Um ganz sicher zu gehen führt die von Prof. Maurer geführte Planungsgesellschaft König und Heunisch noch bis November weitere Berechnungen durch.“Anschließend muss dann ein zweites Büro diese wissenschaftliche Berechnung wiederum bestätigen. Dieses Ergebnis wird im ersten Quartal 2019 erwartet.“, so Gemeindesprecher Andreas Schmidt.

 

Maurer betonte, dass die Nachrechnung einer Brücke nach Stufe 4 eine große Ausnahme in der deutschen Brückenlandschaft darstelle und erst in der letzten Zeit möglich wurde. Er betonte zudem, dass die bisherigen Nachrechnungen der ersten und zweiten Stufe richtig ausgeführt worden sind. Die Gemeinde habe damit mit der Sperrung der Brücke richtig gehandelt.

 

Auf die Gemeinde kommen vor einer möglichen Wiederinbetriebnahme der Brücke noch große Aufgaben zu. So muss einerseits die Brücke umfangreich vermessen werden, um das Eigengewicht der Brücke zu ermitteln. Auch die Kappensanierung, die in Kenntnis eines möglichen Abrisses der Brücke gestoppt wurde, muss noch erfolgen. Hierfür müssen teilweise Sperrzeiten bei der Deutschen Bahn beantragt werden.

 

Im Ausschuss unter der Leitung von Seevetal Bürgermeisterin Martina Oertzen war man von dem Ergebnis positiv überrascht. „Erstmals bestehe realistisch eine Chance, dass der Gemeinde von fachlich anerkannter Seite die Verkehrssicherheit der Brücke attestiert werden kann.“, so Schmidt