Das Gesundheitsamt warnt vor Zerkariendermatitis nach dem Baden im Ramelsloher Badesee. Foto: Hamann
Das Gesundheitsamt warnt vor Zerkariendermatitis nach dem Baden im Ramelsloher Badesee. Foto: Hamann

27.06.2019

 

Zerkariendermatitis: Gesundheitsamt warnt vor Ramelsloher Badesee

 

Seevetal/Ramelsloh: Während der Badesaison überprüft das Kreisgesundheitsamt regelmäßig die Qualität des Badeteichs Ramelsloh, des Meckelfelder Pulvermühlenteichs, des Sees im Großen Moor Hörsten, des Sees im Maschener Moor und des Badeteichs Holm-Seppensen. Aktuell liegt besonders der Fokus auf dem Badesee in Ramelsloh. Badende haben nach dem Besuch des Badeteichs Ramelsloh mehrere Fälle von Zerkariendermatitis gemeldet. Mitarbeiter der Gemeinde Seevetal haben auf Hinweis der Kreisverwaltung an den Teichzugängen entsprechende Hinweisschilder aufgestellt. Das Gesundheitsamt rät, die darauf angegebenen Verhaltensweisen zu beachten.

 

So genannte Zerkarien sind Wurmlarven. Zunächst gelangen Wurmeier durch den Kot von Wasservögeln in Gewässer und wachsen in Wasserschnecken zu Larven (Zerkarien) heran. Diese Larven können bei Hautkontakt zu Menschen starken Juckreiz verursachen, der in der Regel bald wieder nachlässt. Bei mehrfachem Kontakt reagiert die Haut mit stärkerem Juckreiz und einer rötlichen Quaddel- oder Papelbildung, die jedoch nach zehn bis 20 Tagen wieder abheilen. Eine Zerkariendermatitis ist also unangenehm und lästig, in der Regel jedoch harmlos. Um Beeinträchtigungen zu vermeiden, rät das Gesundheitsamt, Enten nicht zu füttern, wasserfeste Sonnenschutzmittel zu verwenden, sich nach dem Baden kräftig abzutrocknen, um Larven von der Haut zu entfernen, feuchte Badekleidung zügig auszuziehen sowie Kratzen und damit Wundinfektionen zu vermeiden. Aktuell gibt es gibt es keine wirksame, ökologische vertretbare Bekämpfungsmethode.